Mein Hori Hori

Sehr früh habe ich gelernt, dass gutes Werkzeug die Arbeit erleichtert und das Ergebnis meiner Bemühungen meist auch besser wird. Zu dieser Einstellung gibt es sicher auch gegenteilige Meinungen. Aber ich bin ganz einfach vernarrt in gute Tools für meine Tätigkeiten.

Immer wenn ich zu einem Herstellungsprozess oder einer Arbeit ein Werkzeug oder Hilfsmittel benötige, suche ich manchmal auch etwas länger nach dem geeignetsten und kaufe dann meist auch die hochwertigere Variante.So bin ich kürzlich auf das Hori Hori von Barebones gestossen. Der Name klingt schon exotisch und ist interessant. Es handelt sich dabei um ein multifunktionales Gartenwerkzeug, das in Japan verbreitet ist und nun langsam, dank Internet, in den Gärten rund um den Erdball Verwendung findet. Das japanische Wort „Hori“ heisst soviel wie „zum graben“ und Hori Hori ist eine Schallwortbildung aus dem grabenden Klang.

Es gibt unzählige Varianten des Hori Hori und natürlich auch sehr grosse Unterschiede in der Qualität und Ergonomie. Das Hori Hori von Barebones Living ist aber sicher eines, das sehr gutes Handling und Wertigkeit perfekt vereint.

Ich bekam aber auch schon mit Augenzwinkern zu hören, das sei ja eher ein „Buschmesser“. Und ja, es ist mit 33cm Gesamtlänge und 364g kein kleines, hübsches Tool für den Balkon – oder den kleinen Terrassengarten.

Da Barebones Living eigentlich vorerst nur in den USA ausliefert, brauchte es ein paar Mails bis ich es bei mir hatte. Es lief aber alles unkompliziert und sehr freundlich und vielleicht werden sie jetzt ja vermehrt nach Europa liefern.

Ich bin begeistert von meinem Hori Hori (-„Buschmesser“) von Barebones Living und im anschliessend Video spürt man auch die Begeisterung von Robert Workman, dem Gründer von BL und nimmt ihm ab, dass es wahrscheinlich auch sein Lieblings-Tool im Garten ist.

Dig Dig – Grüsse
Nicole

Unser wunderschönes Kutscherhaus ist zu vermieten

Das von Jakob Scherrer im Jahre 1868 erbaute Kutscherhaus ist bis heute ein architektonisches Schmuckstück und ein einmaliger Zeitzeuge. Scherrer war der erste Bundespräsidenten der Schweiz und Rittmeister der Armee. Entsprechend aufwendig und detailreich liess er das Kutscherhaus gestalten. Das Haus wurde 2004  sorgfältig renoviert und zu einem Einfamilienhaus mit grosszügigem Umschwung umgebaut. Zusammen mit der Villa Jakobsbrunnen und dem zugehörigen denkmalgeschützten Park bildet es als Ensemble eine einzigartige Oase der Ruhe im Winterthurer Stadtquartier «Inner Lind», einem der ältesten und beliebtesten Wohnquartiere der Stadt, zwei Gehminuten vom historischen Stadtkern und nur 10 Minuten vom Hauptbahnhof entfernt. Entsprechend befinden sich Kindergarten, Schulen, ÖV und Einkaufsmöglichkeiten (inkl. Wochenmarkt) innerhalb weniger 100m vom Haus. Trotz seiner zentralen Lage liegt der Jakobsbrunnen in der Nähe des Waldes auf dem Goldenberg von wo aus sich eine malerische Sicht auf die Stadt bietet.

Objekttyp: Einfamilienhaus
Zimmer: 5.5
Anzahl Etagen: 2
Wohnfläche: 230 m2
Grundstückfläche: 350 m2
Raumhöhe: 3 m
Baujahr: 1868
Letzte Renovation: 2004
Verfügbar ab: 01.10.2017

Nähere Informationen und mehr Fotos auf homegate.chGrüsse
Nicole

Nachtrag zu Nigel Slater und seinem Stadtgarten

Ich habe leider versäumt zu erwähnen, dass es natürlich noch ein zweites Buch von Nigel Slater in gleicher, ästhetischer Aufmachung und inhaltlicher Qualität gibt.tender-obst-nigel-slater
Nigel Slater: Tender / Obst. Vom Apfel bis zur Weintraube.
Ein Koch und sein Obstgarten.
Dumont-Verlag, 2013
608 Seiten

Dabei möchte ich mich hier aber nicht in meiner Begeisterung mit den gleichen Worten wie bei „Tender/Gemüse“ wiederholen und wünsche einfach viel Spass beim lesen und ausprobieren. Ich meinerseits überlege mir aber sicher, wo ich den richtigen Platz für den einen oder anderen Obstbaum habe.

Grüsse aus dem Treibhauszelt
Nicole

Lange Pause…

Ja, lang ist es her, dass ich hier etwas geschrieben habe. Was aber nicht heisst, dass in unserem Garten nichts getan wurde. Aber das vergangene Jahr war mit einigen anderen Projekten zusätzlich belegt. Hinzu kam das mir ganz einfach die Motivation für unseren Garten-Blog fehlte.
Mal sehen ob ich den Einstig wieder finde und hier regelmässige Beiträge schreibe.

Da ich in den vergangenen Wochen einige Gartenbücher gelesen habe, um mich für neue Ideen inspirieren zu lassen oder ganz einfach um mein spärliches Gartenwissen zu erweitern, möchte ich das eine oder andere Buch hier gerne vorstellennigel slater tender gemüse
Als erstes mein nicht ganz neuer, aber absoluter Favorit: „Tender – Gemüse, von der Aubergine bis zur Zwiebel“ von Nigel Slater ist eigentlich ein Kochbuch. Der Autor beschreibt hier auf sympathische Art wie er hinter seinem Londoner Stadthaus beginnt einen wunderbaren Gemüsegarten anzulegen. Dabei paart er seine einfachen gärtnerischen Kenntnisse mit dem umfassenden Wissen als Koch und erfolgreicher Autor zu einem unterhaltsamen und lehrreichen Lesevergnügen. Auf 624 Seiten bringt er uns mit wunderschönen Fotos, köstlichen Rezepten und herzlichen Garten-Tipps und Erzählung über die Arbeit im Garten seine Leidenschaft zu alten, aussergewöhnlichen Gemüsesorten näher. Macht einfach Spass zu lesen und natürlich dies alles auch selbst im Garten und der Küche auszuprobieren.nigel slater tender gemüse 2
Nigel Slater: Tender / Gemüse. Von der Aubergine bis zur Zwiebel.
Ein Koch und sein Küchengarten.
Dumont-Verlag, 2012
624 Seiten

Grüsse aus der Garten-Bibliothek
Nicole

Garten Design, die grosse Enzyklopädie

Mein Verhältnis zu physischen Büchern ist ja etwas zwiespältig. Einerseits habe ich noch die Zeit erlebt, in der man stundenlang in einem Buchladen oder einer Bibliothek mit aussuchen oder studieren von Büchern, verbracht hatte.

Seit es das Internet gibt bekomme ich die gewünschten Informationen natürlich viel einfacher und vielfältiger aus dem Web und dies egal wo ich mich gerade befinde. Und dabei ist es auch noch Zeit- und Platzsparend und erst noch mit der Möglichkeit eine Information durch aufrufen verschiedener Quellen gleich zu überprüfen. Aber auch die diversen Gartenzeitschriften gibt es mittlerweile auch immer mehr in digitaler Form.
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Aber hin und wieder bekomme ich ein herrliches Buch in die Hände, auf das ich einfach nicht verzichten möchte. So war es bei dem Buch „Garten Design, die grosse Enzyklopädie“ von der ehrwürdigen The Royal Hortiucultural Society. Es ist in diesem Jahr nun endlich auch in deutscher Sprache erschienen.gartendesign4kleinVon den ersten Schritten mit Planung, Materialen Standortanalysen und den Grundlagen der Gartengestaltung geht es über Stilfragen mit vielen schön bebilderten Themenbereichen wie zum Beispiel Mediterrane Gärten, Landhausgärten sowie Urban- und nachhaltige Gärten.gartendesign5kleinDarauf folgen sehr informative und bebilderte Praxisinformationen für das Anlegen eines Gartens und diversen Bauvorschlägen und  zu guter Letzt ein reichhaltige Pflanzen- und Materialliste.gartendesign2kleinEin durchaus empfehlenswertes Buch für all jene die einen etwas grösseren Garten gestalten dürfen. Mit vielen wundervollen Inspirationen, informativen Tipps und Vorschlägen und einem interessantem Pflanzen- und Materialführer.gartendesign3klein

Grüsse aus der kleinen Gartenbibliothek
Nicole

Gartenreiseführer Schweiz – 300 Gärten und Parks

Es ist schon wieder eine ganze Weile her, dass ich an der Präsentation des ersten Gartenreiseführers für die Schweiz von Sarah Fasolin in der wunderschönen Kartause Ittingen dabei war.
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In dem unterhaltsamen Vortrag, begleitet von vielen schönen Fotos, erfuhr man dann einiges über die Erlebnisse und Hintergründe bei der Arbeit zu diesem Buch. Aber auch über die Geschichte der Gartenkultur in der Schweiz.SONY DSCInspiriert wurde Sarah Fasolin auf einer ihrer Gartenreisen durch England. Dort gab es einerseits schon lange Reiseführer in Buchform zu den unterschiedlichsten englischen Gärten und anderseits öffnen viele private Gartenbesitzer ihre Kunstwerke zu bestimmten Zeiten der Öffentlichkeit.gartenreiseführer-schweiz4So reiste Sarah Fasolin während rund acht Monaten kreuz und quer durch die Schweiz und begutachtete mehr als 400 unterschiedlichste Gärten, um dann einen Reiseführer zu 300 Gärten in der Schweiz zusammenzustellen. Dabei erlebte sie unerwartetes, bewegendes und lehrreiches mit den verschiedenen Besitzern oder Gärtnern der jeweiligen Anlagen. So zum Beispiel dem 81-jährigen Gärtner der in einer Hütte ohne Strom inmitten eines Botanischen Gartens nur für seinen Garten lebt und diesen ganz alleine pflegt. Was wohl nach dem Tod dieses leidenschaftlichen und weisen Gärtners mit der wundervollen Gartenanlage geschehen wird, möchte man sich lieber gar nicht vorstellen.
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Denn einen oder anderen Gartenbesitzer konnte Frau Fasolin auch überzeugen, dass er oder sie den sonst privaten Garten bei freundlicher Anfrage für einen Besuch zugänglich macht.

Mit dem „Gartenreiseführer Schweiz – 300 Gärten und Parks“ im Gepäck lassen sich noch ein paar wunderschöne Ecken mehr in der Schweiz entdecken, an die man ohne Guide wohl nicht so einfach herangekommen wäre. Wer es noch etwas handlicher möchte, für den gibt es den Reiseführer auch als App für das iPhone. Aber das Buch bietet dann doch etwas mehr an visueller (Ver-)Führung zu den vielen wunderschönen Gärten in den unterschiedlichsten Gebieten der Schweiz.

Gartenreise-Grüsse
Nicole

Meine Apps für den Garten

Diejenigen die uns kennen wissen, dass wir einen ausgeprägten Hang zur digitalen Welt haben. Mit dizmo und futureLAB sind ja auch zwei innovative Firmen in unserem Haus, die die digitale Zukunft mitgestalten. Dies inspiriert mich und somit auch die Gestaltung des Parks und Garten im Jakobsbrunnen.

Heute möchte ich zwei Apps vorstellen die ich regelmässig und gerne zur Unterstützung beim Einkauf und der Arbeit im Garten einbeziehe.

Als Erstes die gratis App „AndyGreen“ (iOS und Android), sie besticht durch die Möglichkeit der diversen, kostenlosen Erweiterungen. So kann man je nach Umfang der persönlichen Interessen die App ausbauen. Weiter gehört dazu die Verbindung und Synchronisierung der diversen Geräte über eine Einrichtung eines persönlichen Accounts, dies ist praktisch und ergibt einen zusätzlichen Nutzen bei der Planung im Haus oder Unterwegs, der Arbeit Draussen im Garten oder im Gartengeschäft.andygreenappDies ist aber leider gleichzeitig die Schwäche, denn ohne Internetverbindung läuft bei dieser App nichts. Wer nicht die Möglichkeit hat ortsunabhängig und jederzeit ins Web zu kommen der wird mit Andy wohl nicht so glücklich.

Was mir persönlich gefällt, ist die Gestaltung der App und der Website. Was die Qualität der Informationen betrifft, so kann ich darüber als Gartenanfängerin nicht wirklich ein fachliches Urteil abgeben. Für meine Ansprüche hat es bisher mit den über 3500 beschriebenen Pflanzen (In-und Outdoor) in jedem Fall noch weit ausgereicht und ich war immer wieder froh über die unmittelbare Unterstützung dieser App, sie ist mein persönlicher Favorit.

Die zweite App die ich hin und wieder zu Rate ziehe ist „iGarten“ (iOS). Hier gleich das Positive vorneweg, das Teil funktioniert auch ohne Webzugang da alle Infos auf dem jeweiligen Gerät gespeichert werden. Dafür fehlt die Synchronisation mit anderen Geräten und somit der übergreifende, ortsunabhängige Zugriff auf die persönliche Datenbank des eigenen Pflanzen-Archives. Wer die App auf dem Mac nutzen möchte gibt CHF 18.- aus und muss nochmals CHF 22.- ausgeben um sie auch/oder auf iPhone, iPad oder iTouch nutzen zu können. Was dann schon etwas einschenkt. Denn es sind gerade mal 1500 Pflanzen (In-und Outdoor) darauf zu finden.

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Auch hier ist natürlich meine Aussage zur Qualität der bereitgestellten Informationen eher begrenzt durch mein Anfängerstatus. Aber auch mit dieser App wahr ich hin und wieder froh einen schnellen und kurz gefassten Rat zu einer Pflanze und deren Lebensbedingungen erhalten zu haben. Was die Gestaltung anbelangt: Ja, halt eher nüchtern wie so ein klassisches (digitales) Lexikon halt daher kommt.

Es gibt noch viel mehr digitale Unterstützung für diejenigen mit oder ohne „grünen Daumen“ und die werde ich hier gerne immer mal wieder einfliessen lassen. Natürlich immer mit dem kleinen Vorbehalt des persönlichen Blickwinkels und meinen Gartenbedingungen sowie der Vorgabe, dass ich in Sachen digitaler Hardware fast ausschliesslich mit Apple arbeite.

Digitale Gartengrüsse
Nicole

Things to come….

Nun es mag für den Einen oder Anderen etwas hochtrabend erscheinen, wenn ich mit einem Zitat von Vita Sackville-West einen neue Abschnitt im Jakobsbrunnen-Garten einleite. Aber dieser Garten ist ja schliesslich auch nicht irgend ein Flecken Erde in Winterthur. Dazu möchte ich später regelmässig etwas aus der historischen Geschichte der Villa Jakobsbrunnen hier im Blog einfließen lassen.

„It is necessary to write, if the days are not to slip emptily by. How else, indeed, to clap the net over the butterfly of the moment? for the moment passes, it is forgotten; the mood is gone; life itself is gone. That is where the writer scores over his fellows: he catches the changes of his mind on the hop. Growth is exciting; growth is dynamic and alarming. Growth of the soul, growth of the mind.“
Vita Sackville-West (1892 – 1962)

Damals, vor vielen Jahren, als ich neben den Werken von Virginia Woolf auch ein paar Bücher von ihrer Freundin und zeitweise Lebenspartnerin Vita Sackville-West gelesen hatte, war ich sehr beeindruckt von ihrem Schreibstil und ihrem Umgang mit der Gartengestaltung. In den vergangenen Tagen ist mir nun die kleine, wundervolle Übersetzung „Blumen in meinem Garten“ aus dem Ullstein Verlag (ist leider nur noch antiquarisch erhältlich) mit den herrlichen Illustrationen von Graham Rust wieder in die Hände geraten und dies ist dann auch gleich mein erster Buch-Tipp:
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Durch dieses kleine, hübsche Buch bin ich eigentlich erst auf ihr literarisches Werk zum Thema Gartenkunst aufmerksam geworden. Ihr Umgang mit dem Gärtnern und die praktische Art und Weise an diese wundervolle, weitreichende Beschäftigung heranzugehen hat mich sehr angesprochen.

Sie hatte bei ihrer Arbeit am Garten von Sissinghurst Castle immer wieder besondere Ideen gewagt, Altes neu umgesetzt und war sich dabei ihrer eigenen Unwissenheit was das Gärtnern anbelangte durchaus bewusst. Dabei hatte sie doch immer wieder die Ratschläge und Meinungen der Profis in Zweifel gezogen und ihre eigenen Erfahrungen gesammelt. Und mit dieser Mélange aus Naivität, Kreativität und Eigensinn hatte sie um Sissinghurst Castle einen der schönsten Gärten Englands geschaffen. Der Landsitz und der Garten ist Heute unter der Obhut des National Trust und zieht noch Heute jährlich bis zu 200 000 zahlende Besucher an.

Ein winziges Samenkorn von Vita’s Garten-Philosopie möchte ich als Inspiration in den Garten des Jakobsbrunnen und diesen Blog einfließen lassen. Mit dem Ziel Historisches mit Neuem zu verbinden sowie die Arbeit von Haushofmeister Patrick fortzusetzen und zusammen mit meinem lieben Lebenspartner Matthias einen weiteren Abschnitt der langjährigen Geschichte des Jakobsbrunnen-Parks hinzuzufügen.

Wie es im Zitat nun so schön heisst: „Es ist wichtig zu schreiben…“ und da man auch in einem Garten so gar nichts festhalten kann, die Veränderung ist ja gerade eines der Prädikate der Gartenkunst, werde ich in Form dieses Blogs meine Ideen, Versuche, Erkenntnisse, Misserfolge und ganz einfach die Erlebnisse Rund um die Arbeit an diesem „Gesamtkunstwerk Garten“ in Bild und Text für interessierte Leserinnen und Leser festhalten.

Sehr gerne willkommen sind bei uns natürlich Kommentare, Hinweise und Tipps von den Leserinnen und Lesern und diese werden ein wenig als Lohn für die Mühen des einsamen Schreibens betrachtet.

Grüsse
Nicole