Biodiversität im Jakobsbrunnen

Eines der Projekte in diesem Jahr ist es weitere Nist- und Schlafplätze für Wildtiere in unserem Garten einzurichten.

Für die Igel habe ich in geschützen und ruhigen Ecken zwei Igelhäuser (von Andermatt Biogarten) aufgestellt. Die Hoffnung ist, dass die Igel nun die vielen Schnecken etwas dezimieren und sich bei uns wohl fühlen werden. Allerdings konnten wir bis jetzt noch keines dieser kleinen Stacheltiere entdecken und ich werde mich wohl mal mit Frau Erika Heller von der Igelstation Winterthur in Verbindung setzten müssen.Da wir im Sommer beim Eindunkeln immer wieder Fledermäuse bei der Jagd beobachten können habe ich an unserer Scheune nun zusätzlich einen Fledermauskasten montiert und im Innern, unter dem Dachbalken Jutesäcke aufgehängt in denen sich die Fledermäuse zum Schlafen aufhängen können. Diese einfache Idee und einige andere Tipps und nützliche Hinweise hat mir die sehr freundliche Biologin Jaqueline Schlosser vom Fledermausschutz Winterthur bei einer Besichtigung gegeben.Neben den beiden erwähnten Schlafstellen ist auch ein weiteres Vogelhaus für Kleinvögel wie Meisen oder Kleiber dazu gekommen. Es hängt mitten im Park an unserer wundervollen, grossen Hängebuche. Bei der Aufhängung habe ich darauf geachtet keine Nägel in den Baum schlagen zu müssen, sondern ich habe es mit einem Draht befestigt, den ich mit einem Gummischlauch ummantelt habe damit er nicht in die Rinde des Baums einschneiden kann.Am schönsten sind natürlich selbst entworfene und gebaute Nistplätze für die Tiere im Garten.
Aber für dieses Mal habe ich wunderschöne Varianten, die auch alle Vorgaben für ein artgerechte und gesunde Bauweise befolgen, beim Manufactum Online Shop bestellt. Mit der hochwertigen Verarbeitung und dem unkomplizierten Lieferservice war ich sehr zufrieden und kann den besonderen Shop mit seiner Philosophie für handwerklich hochwertige, ressourcenschonende, ökologische und sozialverträglich hergestellten Produkten gerne empfehlen.

Grüsse aus dem Garten
Nicole

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2 Kommentare zu Biodiversität im Jakobsbrunnen

  1. Liebe Nicole, ich finde es vorbildlich, wie sorgfältig Ihr mit der Natur und den Tieren umgeht. Kompliment! Habt Ihr schon eine Futterstelle für die Vögel? Ich kann dir dazu das Buch von Professor Berthold empfehlen „Vögel füttern, aber richtig“, oder dich persönlich beraten, falls du Interesse hast.
    Warum ich dich aber unbedingt kontaktieren will, ist die vorgestern gemachte Beobachtung beim Vorbeigehen am Park: Dort fräste ein Rasenmähroboter umher und dieser ist extrem gefährlich für Igel, Kröten, Eidechsen und Insekten! Es gibt immer wieder ganz schlimme Verletzungen, google mal danach. Liebe Grüsse, Janine

    • Nicole sagt:

      Hallo Janine,
      danke für Dein Kompliment und den Tipp zu dem Buch. Das ich übrigens schon in meiner sehr umfangreichen Gartenbücher-sammlung habe.Ich habe Futterstellen für Vögel und Eichhörnchen (die haben wir leider noch nicht und es werden wohl auch keine den Weg zu uns finden, keine Tannen).
      Das Problem mit dem Roboter ist uns durchaus sehr bewusst. Er ist von mir deshalb nur für ein paar wenige Stunden am Morgen und am Nachmittag frei geschaltet, nie beim Eindunkeln oder Nachts. Also nur dann wenn Igel und andere Wildtiere unter normalen Bedingungen nicht im Garten unterwegs sind. Dies haben zumindest meine bisherigen Beobachtungen in unserem Park gezeigt. Ganz auf den Roboter verzichten wollen/können wir nicht, weil der Arbeitsaufwand ohne dieses Hilfsmittel, bei dieser Fläche zusammen mit der Gartenpflege, einfach nicht zu bewältigen wäre.Ich habe aber in den vielen Jahren bis Heute noch nie ein durch den Roboter verletztes oder getötetes Kleinlebewesen in unserem Park entdeckt. Und ich gebe zu bedenken das ein mit Benzin betriebener Rasenmäher mit seinen Abgasen der gesamten Umwelt schadet und nicht nur den Tieren. Die Lärmbelästigung dabei muss ich ja nicht weiter ausführen.

      Was mich aber jedes Jahr von Neuem traurig stimmt sind die Jungvögel oder auch die seltenen Salamander die von den zahlreichen Katzen aus der Nachbarschaft im Park gejagt und getötet werden. Dieses Jahr wurde sogar unser erstes Stockenten-Gelege von Katzen geplündert und alle 9 Eier zerstört. Dies unter der Mithilfe von unseren zwei Krähen, die im Jakobsbrunnen geboren sind und hier leben.
      Richtig eingestellt (nur Tagsüber für zwei/drei Stunden) ist der Rasenmäherroboter mit Sicherheit nicht der grösste Feind der Wildtiere im Garten. Es sind dann wohl eher die vielen Hauskatzen im Quartier.
      Man kann es drehen und wenden wie man will, vollkommenen Schutz kann man den vielen schönen Wildtiere in unserem Umfeld leider nicht bieten. Es wird immer ein bestmöglicher Versuch bleiben, allen gerecht zu werden.

      Liebe Grüsse
      Nicole

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