Von der marokkanischen Mosaiktisch-Ruine zum Unikat

Über die Jahre hatte sich unser, einst wunderschöner, marokkanische Mosaiktisch zu einem kleinen, traurigen Pionierpflanzen-Tummelfeld entwickelt und konnte nur noch mit einer dicken Tischdecke einigermassen stilvoll genutzt werden.mosaiktisch-alt640x425.1Vergangenen Dezember habe ich dann die Initiative ergriffen und mich zu einem einwöchigen Mosaikkurs bei Bruno Rodi in Konstanz angemeldet.

Nachdem Matthias und ich ein uns geeignetes Sujets ausgewählt und er es anschliessenden grafisch am Computer bearbeitet hatte, habe ich dann letzte Woche den Mosaikkurs absolviert um unsere Tischruine endlich wieder in neuem Glanz erscheinen zu lassen.

Das Sujet stammt ursprünglich von dem niederländischen Künstler M. C. Escher (1898 – 1972)  und trägt den Titel „Knots“ (1965). Der Künstler hat diverse Variationen der Knoten entworfen und davon Holzdrucke produziert.
knots-m.c.escher-original1965
Uns beiden gefallen die Arbeiten von M. C. Escher sehr gut. Ich habe mich in meinen Ausbildungsjahren schon einmal intensiv mit dem Werk von M. C. Escher beschäftigt und so schliesst sich hier für mich auch ein Knoten. Und weil es im Jakobsbrunnen viel um die digitale Entwicklung der Zukunft geht, war die Umsetzung in einer Pixelauflösung und zu guter Letzt in ein gerastertes Mosaik auch naheliegend.m.c.escher-tisch640x425
Während der Umsetzung sind einige Probleme aufgetaucht, die ich aber mit der fachkundigen Unterstützung von Bruno Rodi doch immer wieder meistern konnte. Das ganze Projekt war sehr ambitioniert, war es doch mein erstes Mosaik dass ich anfertigte und so musste ich dann noch zwei zusätzliche Tage in der Mosaikwerkstatt von Bruno anhängen um den Tisch zu vollenden.m.c.escher-tisch640x425.2
Es war recht anstrengend die rund 6300 Natursteine präzise nach der Vorlage einzusetzen, aber ich habe während des Arbeitsprozesses viel über Mosaike und im besonderen über das Rastermosaik gelernt. Es hat sehr viel Spass gemacht und der Tisch ist zum Schluss in etwa so teuer geworden wie wenn wir in der Schweiz einen marokkanischen Mosaiktisch dieser Grössen gekauft hätten. Nur unser Tisch ist allerdings ein Unikat und mit einem ganz persönlichen Erlebnis verbunden.

Ideen für weitere Mosaike sind während der Arbeit natürlich einige entstanden und mal sehen was vielleicht in der Zukunft noch alles entstehen wird.

Geknotete Grüsse
Nicole

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